Employer Branding bei Stiegl: Viele Perspektiven, ein starkes gemeinsames Bild
- Margit Wickhoff

- vor 4 Stunden
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Im Interview mit Thomas Leitgeb, MA, Recruiting Specialist bei Stiegl, wird deutlich, warum eine starke Arbeitgebermarke vor allem davon, wie sie intern wahrgenommen wird – und was ein gemeinsamer EVP-Tag und wie ein gemeinsamer EVP-Tag die Werte eines traditionsreichen österreichischen Familienunternehmens für Mitarbeitende erlebbar macht.

Stiegl ist als führende österreichische Privatbrauerei mit über 530 Jahren Geschichte fest in Salzburg und ganz Österreich verwurzelt. Die Stiegl-Bierspezialitäten sind bekannt und beliebt. Genau darin liegt auch eine spannende Herausforderung im Employer Branding: Viele Menschen kennen Stiegl als Produktmarke, aber nicht automatisch auch als attraktiven Arbeitgeber, der Tradition, Innovationskraft und nachhaltiges Wirtschaften mit vielfältigen Karrierewegen verbindet.
Denn hinter Stiegl stehen weit mehr als jene Tätigkeitsfelder wie Bierbrauerei, Außendienst oder Biertransport, die man spontan im Kopf hat. Genau diese Vielfalt als Arbeitgeber noch sichtbarer zu machen, war ein wichtiger Ausgangspunkt in der Zusammenarbeit von Stiegl mit Bud & Terence.
Was Stiegl als Arbeitgeber besonders macht
Einen zentralen Wert von Stiegl als Arbeitgeber bringt Thomas Leitgeb gleich zu Beginn des Gesprächs sehr klar auf den Punkt: „Dass Stiegl ein unabhängiges österreichisches Familienunternehmen mit langfristiger Perspektive ist.“ Was auf den ersten Blick einfach klingt, ist in Wahrheit ein starkes Fundament der Arbeitgebermarke. Denn für Mitarbeitende bedeutet das, ein Arbeitsumfeld, das von langfristigem Denken und verantwortungsvollem Unternehmertum geprägt ist. Diese langfristige Ausrichtung zeigt sich auch im Umgang mit Ressourcen, in nachhaltigen Initiativen und in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden.
Arbeitgeberversprechen schärfen statt neu erfinden
Bei Stiegl war auch vor der Zusammenarbeit mit Bud & Terence bereits viel vorhanden: ein klares Wertefundament, das von Tradition, Bierkultur, Innovationskraft und gelebter Verantwortung getragen wird. Der Anlass für den Workshoptag also nicht darin, alles neu zu erfinden. Vielmehr ging es darum, genauer hinzuschauen: Was davon kommt intern wirklich an? Was wird von Mitarbeitenden so erlebt? Und wo lohnt es sich, noch klarer zu werden?
EVP-Workshop mit Mitarbeitenden: Unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen
Um genau das herauszufinden, wurde ein EVP-Workshop-Tag mit Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Bereichen gestaltet um die Grundwerte der EVP (Employer Value Präposition/Arbeitgeberversprechen) greifbar zu machen und die gelebte Unternehmenskultur – von Brauhandwerk über Innovationsgeist bis hin zu Zusammenarbeit – sichtbar zu machen.
. Ziel war es, verschiedene Perspektiven einzuholen und die Arbeitgebermarke nicht nur aus HR-Sicht, sondern aus dem gelebten Unternehmensalltag heraus zu betrachten. Besonders wertvoll war für Thomas Leitgeb dabei die Offenheit der Teilnehmenden. Rückblickend sagt er: „Es war super positiv, dass alle Mitarbeiter so frei gesprochen haben, was die starke Vertrauenskultur im Unternehmen unterstreicht.Dabei kamen, begleitet von Bud & Terence GF Gerd Liegerer, unterschiedliche Sichtweisen, durchaus auch kritische Rückmeldungen und ehrliche Einschätzungen offen zur Sprache.
Arbeitgebermarke bei Stiegl: Stiegler:in und stolz drauf
Eine der stärksten Erkenntnisse aus dem EVP-Tag war, dass die Wahrnehmung von Stiegl als Arbeitgeber intern bemerkenswert einheitlich und stark von einem gemeinsamen Werteverständnis geprägt ist, ist Thomas Leitgeb überzeugt: „Grundsätzlich haben alle Mitarbeitenden die gleiche Wahrnehmung von Stiegl als Arbeitgeber“. Besonders sichtbar wird diese Verbundenheit auch in einem Begriff, der bei Stiegl ganz selbstverständlich verwendet wird. Wie Thomas erzählt, bezeichnen sich die Mitarbeitenden selbst als „Stieglerinnen“ und „Stiegler“ – ein eindeutiges Zeichen für gelebte Zugehörigkeit und ein starkes Miteinander. Diese Identifikation zeigt, wie stark Gemeinschaft, Zusammenhalt und Stolz auf das Unternehmen im Arbeitsalltag verankert sind – Werte, die auch die Marke Stiegl nach außen prägen.
Was der EVP-Workshop bei Stiegl sichtbar gemacht hat
Im Rahmen des EVP-Tages wurde vor allem eines klar: „Wir machen sehr viel insbesondere in den Bereichen nachhaltiges Wirtschaften, Innovationsprojekte und Mitarbeiterentwicklung und dürfen das noch besser kommunizieren“, fasst Thomas Leitgeb eine der wichtigsten Rückmeldungen aus dem Workshop zusammen. Damit spricht der Recruiting Specialist ein Thema an, das viele Unternehmen kennen. Denn oft geht es gar nicht darum, immer neue Benefits, Formate oder Initiativen zu schaffen. Viel häufiger liegt die eigentliche Aufgabe darin, das sichtbar zu machen, was längst vorhanden ist und dies authentisch mit der starken Marke Stiegl zu verbinden.
Interne Kommunikation als nächster Schritt im Employer Branding
Genau an diesem Punkt wurde bei Stiegl weitergedacht. Es ging nicht darum, mehr Kommunikationsrauschen zu erzeugen oder Mitarbeitende mit Informationen zu überfluten, sondern relevante Informationen zielgerichtet und erlebbar zu vermitteln. Vielmehr stellte sich die Frage, wie bestehende Angebote, Benefits und Möglichkeiten noch klarer und wirksamer kommuniziert werden können. Ein wichtiger Hebel dabei ist die Mitarbeiter-App, die bei Stiegl bereits breit als zentrale Plattform für Austausch, Information und Stärkung der Unternehmenskultur genutzt wird. Sie bietet eine gute Grundlage, um interne Kommunikation gezielt weiterzuentwickeln und vorhandene Leistungen noch sichtbarer zu machen.
EVP-Workshop als Ergänzung zur klassischen Mitarbeiterbefragung
Stiegl arbeitet regelmäßig mit Mitarbeiterbefragungen. Der EVP-Tag mit Bud & Terence war deshalb keine Alternative dazu, sondern eine wertvolle Ergänzung, die insbesondere qualitative Einblicke in Kultur, Werte und gelebte Zusammenarbeit ermöglichte. Denn ein gemeinsam gestalteter Workshop schafft etwas, das eine klassische Online-Befragung nur begrenzt leisten kann: unmittelbare Rückfragen, Zwischentöne, Diskussion und echtes Einordnen von Gesagtem. „Ein gemeinsamer Workshop ist schon etwas ganz anderes, als wenn man nur einen Link bekommt und Skalen anklickt“, ist Thomas Leitgeb überzeugt. Gerade wenn es um Wahrnehmung und Zugehörigkeit geht, liegt in diesem direkten Austausch ein großer Mehrwert. Denn wenn Mitarbeitende eingeladen werden, ihre Sichtweisen einzubringen, ihre Erfahrungen zu teilen und an der Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke mitzuwirken, zeigt das ganz konkret: Ihre Perspektive ist relevant.
Mitarbeiterbindung und Personalentwicklung als zentrale Employer-Branding-Themen
Im Blick nach vorne zeigt sich sehr klar, welche Themen für Stiegl in den nächsten Jahren besonders relevant sind. „Mitarbeiterbindung und Personalentwicklung als zentrale Hebel für nachhaltigen Unternehmenserfolg, sagt Thomas Leitgeb im Interview. Damit wird deutlich: Employer Branding ist für Stiegl weit mehr als Recruiting, sondern ein integraler Bestandteil der langfristigen Unternehmensstrategie.
Es geht nicht nur darum, neue Menschen für das Unternehmen zu gewinnen, sondern vor allem auch darum, jene zu halten, die bereits da sind, sie in ihrer Entwicklung zu fördern und ihre Stärken langfristig im Unternehmen zu entfalten. Die externe Arbeitgeberkommunikation bleibt dabei weiterhin wichtig – eingebettet in das größere Ziel, Stiegl auch in Zukunft als starken, verlässlichen und attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.
Fazit
Die Employer Branding Erfolgsstory mit Stiegl zeigt deutlich, dass Employer Branding nicht immer mit großen neuen Maßnahmen beginnt. Oft reicht schon ein ehrlicher Blick nach innen: Was ist schon da? Was wird geschätzt? Was kommt gut an? Und was darf noch klarer sichtbar werden?
Oder anders gesagt: Eine starke Arbeitgebermarke entsteht dort, wo viele Perspektiven zusammenkommen – und daraus ein starkes gemeinsames Bild wächst, das die Werte von Stiegl als Familienunternehmen, seine Leidenschaft für Bierkultur sowie seinen Anspruch an Nachhaltigkeit und Gemeinschaft widerspiegelt.




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